[Rezension] Adriana Popescu „Mein Sommer auf dem Mond“

Grunddaten:

Autor: Adriana Popescu

Titel: Mein Sommer auf dem Mond

Klappbroschur: 400 Seiten

ISBN: 978-3570311981

Verlag: cbt

 

Klappentext:

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade …

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe …

Meine Meinung:

Fakten: Das Buch wechselt zwischen der Ich-Perspektive von Fritzi und Bastian hin und her. Die Kapitel sind mit den Namen des jeweils agierenden überschrieben sowie einem Film-/Buchtitel, der gerade zum Geschehen passt. Die Schreibstil ist überaus flüssig und die Sprache dem Alter der Protagonisten angepasst, sodass man sich vollends in die Geschichte hineinfallen lassen kann.

Cover: Das Cover ist eher unscheinbar, in einer Buchhandlung wäre ich wohl nicht darauf aufmerksam geworden, ich habe es auf Empfehlung gelesen und bin wahnsinnig froh darüber. Die Elemente, die man darauf sieht, spiegeln die Geschichte super wider.

Protagonisten: Ich muss sagen, dass ich ein absoluter Bastian-Fan bin, irgendwie hat er es mir von der ersten Seite an angetan und mich auch bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Obwohl Fritzi am Anfang etwas distanziert erscheint, wird schnell klar, dass sie ein großes Herz hat. Zwei rundum Wohlfühl-Protagonisten, mit denen man sämtliche Höhen und Tiefen gerne durchsteht.

Nebencharaktere: Auch Tim und Sarah sind absolute Individuen, die von der Autorin super ausgearbeitet wurden. Generell waren die Charaktere so authentisch, dass ich ihnen jeden Satz abnehmen konnte und sie für mich glaubhaft waren.

Spannungskurve: Obwohl wir es mit einem eher schweren Thema zu tun haben, versteht sich die Autorin darin, in einer solch lockeren und gleichzeitig fesselnden Art zu erzählen, dass man die Geschichte um die vier Jugendlichen kaum aus der Hand legen mag. Humor trifft auf Ernsthaftigkeit, Leichtheit auf Schwere.

Thema: Wir werden am Anfang zunächst sanft in das Thema „psychische Erkrankungen bei Jugendlichen“ eingeführt, schnell wird aber klar, dass hier nicht nur eine lockere Geschichte erzählt werden möchte, sondern eben auch in die Tiefe gegangen wird. Nach Höhen kommt eben auch mal ein Fall und umgekehrt. Ich finde es gut, wie hier Besserungen, aber auch Rückschläge im Therapieverlauf dargestellt werden.

Genre: Wir haben es hier mit einem Jugendbuch zu tun, dass eine leichte Liebesgeschichte enthält. Im Fokus steht die Freundschaft zwischen den vier Protagonisten, der Zusammenhalt und auch die Verantwortung, die jeder für sich, aber auch für die anderen trägt.

Fazit: Eine Geschichte, die mich berührt, mich zum Nachdenken angeregt hat und sicherlich noch eine Weile in mir nachklingen wird. Wer mal eine etwas andere Geschichte über die Liebe, Freundschaft und den Zusammenhalt von Gleichgesinnten sucht, der liegt mit dieser Lektüre goldrichtig.

Bewertung: 5/5 Sterne