[Rezension] Guillermo Del Toro/Chuck Hogan „Die Saat“

Grunddaten:

Autor: Del Toro/Hogan

Titel: Die Saat

Taschenbuch: 528 Seiten

ISBN: 978-3-453-26639-1

Verlag: Heyne

 

Klappentext:

Für Ephraim Goodweather, den Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, ist es keine Nacht wie jede andere. Für die gesamte Menschheit ist es keine Nacht wie jede andere. In dieser Nacht kommt auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen eine gerade gelandete Maschine unvermittelt zum Stehen, der Pilot bricht den Funkverkehr ab, alle Lichter erlöschen. Goodweather trommelt seine Leute zusammen, und gemeinsam betreten sie das Flugzeug. Es bietet sich ihnen ein gespenstisches Bild: Die Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sesseln und rühren sich nicht. Als Goodweather näher herangeht, bemerkt er bei allen einen kleinen Schnitt am Hals. Und er macht eine weitere unglaubliche Entdeckung: Die Passagiere leben – aber sie sind keine Menschen mehr … Nein, es ist keine Nacht wie jede andere: In dieser Nacht beginnt der epische Kampf gegen das Böse, das gekommen ist, um New York zu erobern. Und nicht nur diese Stadt, sondern die ganze Welt.

Meine Meinung:

„Die Saat“ ist der erste Band einer neuen Mystery-Horror-Reihe ganz im Stil von Stephen King. „Das Blut“ – der zweite Band – ist bereits erschienen und auch „Die Nacht“ ist schon in Planung.

Schon eine ganze Weile habe ich mal wieder einen richtig guten Horror-Roman gesucht und bin hier nun endlich fündig geworden. Von der ersten Seite an war ich sofort gefesselt. Die Spannung ist an manchen Stellen kaum auszuhalten, weil das Autorenduo den Leser wirklich lange auf die Folter spannt, um was für Wesen es sich letztendlich handelt. Und auch die Auflösung des Geheimnisses ist nicht im 0815 Stil sondern lässt diese Gestalten in einer völlig neuen Weise zum Leben erwachen.

Das Buch ist in mehrere größere Abschnitte unterteilt und die Unterkapitel sind dann jeweils mit den Handlungsorten überschrieben. Diese Art und Weise durch die Geschichte zu führen, finde ich absolut gelungen, da der Leser dann immer sofort weiß wo er sich befindet bzw. um welchen Charakter es sich handelt.
Die Geschichte spielt sich in nur 5 Tage ab. Dadurch entsteht der Eindruck dirket vor Ort zu sein und das Geschehen in Echtzeit zu erleben. Die Autoren schaffen es ein Kopfkino der gehobenen Sorte in Gang zu setzen.

Die Protagonisten sind schon nach den ersten Auftritten lebendiger als in vielen anderen Roman und auch die Nebencharakter, die manchmal nur auf 2 Seiten auftauchen, nehmen im Kopf des Lesers sofort Gestalt an. Deswegen vergebe ich auf jeden Fall einen großen Pluspunkt an die Charaktergestaltung.

Meiner Meinung nach ein absolutes MUSS für alle Stephen King Fans, die sich mal wieder das Adrenalin durch die Adern jagen lassen wollen. Neben den Charakteren ein super ausgestalteter Roman, der in sich schlüssig ist und mich vollkommen überzeugen konnte.

Die Folgebände werde ich auf jeden Fall lesen, da das Buch ein recht offenes Ende hat und so zum Weiterlesen animiert 😉

Bewertung: 5/5 Sterne