[Rezension] Jodi Picoult „In den Augen der anderen“

Grunddaten:

Autor: Jodi Picoult

Titel: In den Augen der anderen

Hörbuch: 6 Stunden 38 Minuten

ISBN: 978-3785745106

Verlag: Lübbe Audio

 

Klappentext:

»Mein Sohn ist anders. Aber er ist kein Mörder.« Jacob Hunt hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Störung. Deshalb kocht Emma, seine Mutter, montags nur grüne Speisen und dienstags rote. Und längst hat sie Jacobs Besessenheit für Kriminaltechnik akzeptiert. Doch dann wird seine Erzieherin Jess erschlagen aufgefunden, und Jacob wird des Mordes an der jungen Frau verdächtigt. Die mühsam erkämpfte ▓Normalität╔ in Emmas kleiner Familie bricht zusammen. Jacob muss sich sich vor Gericht verantworten. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren – und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

Meine Meinung:

Thema: Die Geschichte um den autistischen Jacob ist in einem spannenden Gewand verpackt. Bis zur letzten CD wird die Spannung auf einem hohen Level gehalten, weil man nicht weiß, wer nun der Mörder von Jess ist. Man kann immer wieder miträtseln und ist dann doch vom Ende überrascht.

Charaktere: Der Hauptcharakter Jacob erlaubt einen tiefen Einblick in die Denkensweise eines Autisten und ist liebevoll gestaltet. Auch sein Bruder und seine Mutter sind starke und dominante Charaktere. Gerade die Mutter, die alles für ihr Kind tun würde und die sich wie eine Löwin vor ihn stellt und ihn verteidigt. Ich fand alle Charaktere authentisch und überzeugend. Jeder hat seine Rolle gespielt.

Stimme: Die Stimmen der Synchronsprecher waren überaus angenehm. Die sanfte Stimme der Mutter, die raue, schroffe Stimme des Detectivs oder die ähnlichen Stimmen der beiden Brüder. Ich konnte mir durch die Stimmen die Charaktere bildlich vorstellen.
Was ich auch besonders toll fand waren die Perspektivenwechsel. So hat man sich immer wieder in die Lage der verschiedenen Charaktere hineinversetzen können und konnte deutlich erkennen wie Jacob in den verschiedenen Blickwinkeln wahrgenommen wurde.

Gefühl: Das Gefühl war hier auf einem hohen Level, da es um ein berührendes Schicksal ging. Die Grenzgänger der Gesellschaft sozusagen. Nur weil Jacob durch sein Syndrom anders wahrgenommen wird, ist er für das Gericht und die Staatsanwältin der perfekte Mörder.

Alles in Allen eine spannende Geschichte auf der Suche nach dem wahren Mörder mit einem berührendem Schicksal. Es geht um Eifersucht, Liebe, Familie und die Gesellschaft, die Leute, die anders sind nur zu gerne ausgrenzt.

Bewertung: 5/5 Sterne