[Rezension] Jon Skovron „Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen“

Grunddaten:

Autor: Jon Skovron

Titel: Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen

Taschenbuch: 384 Seiten

ISBN: 978-3-86873-441-6

Verlag: Knesebeck

 

Klappentext:

Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte – denn Jael ist die Tochter einer Dämonin – und verleiht ihr dämonische Kräfte.

Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat … Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich auf die Gestaltung des Buches eingehen, da diese wirklich sehr gelungen ist 🙂 Das Cover regt zum Nachdenken an und spiegelt alle wichtigen Elemente des Inhalts wieder. Die Seiten am Rand grau gestaltet und wirken so wie aus einer vergangenen Epoche.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und locker. Das Buch lässt sich zügig lesen und ist genau die richtige Lektüre für zwischendurch.

Leider konnte mich die Geschichte von Jael nicht richtig überzeugen. Am Anfang braucht die Story einige Zeit bis sie in Fahrt kommt und dann passieren die Dinge Schlag auf Schlag. Die letzten 100 Seiten waren dann richitg spannend, aber für ein gutes Buch einfach zu spät.

In Jael und ihren Vater konnte man sich als Leser zwar hinein versetzen, aber die Nebencharaktere waren mir zu blass gestaltet. Über die beste Freundin von Jael hat man fast nichts erfahren. Ihre Vergangenheit ein großes, schwarzes Loch und ihre sonstigen Interessen konzentrieren sich ledlich auf das männliche Geschlecht.

Vom Thema her konnte mich die Geschichte allerdings überzeugen. Die Welt der Dämonen ist genau beschrieben und auch die Dämonen selbst kann man sich bildlich vorstellen.
Wo Dämonen sind, da ist auch die Religion, die sie bekämpfen will. Das Religions-Thema war mir persönlich viel zu dominant. Priester hier, Gebete da. Teilweise seitenlang.

Auch wenn sich meine Kritik nun eher negativ anhört, ist das Buch aber doch im guten Durchschnitt anzusiedeln. Eine leichte Lektüre für alle Leser, die eine starke Protagonistin erleben möchten und darüber hinaus auch in die Welt der Dämonen eintauchen wollen.

Bewertung: 3/5