[Rezension] Jonathan Tropper „Mein fast perfektes Leben“

Grunddaten:

Autor: Jonathan Tropper

Titel: Mein fast perfektes Leben

Taschenbuch: 416Seiten

ISBN: 978-3-426-63742-5

Verlag: Knaur

 

Klappentext:

Träumen wir nicht alle von der großen, wahren Liebe? Hailey war alles, was Doug sich jemals gewünscht hat – doch nun hat er sie durch einen tragischen Unfall verloren. Und sich direkt dazu. Doug klammert sich wild entschlossen an seiner Trauer fest, dem Einzigen, was ihm vom Glück noch geblieben zu sein scheint. Da kommt es denkbar ungelegen, dass es Menschen gibt, die ihn brauchen: sein pubertierender Stiefsohn, seine scharfzüngige Schwester, seine Eltern. Ganz zu schweigen von der Nachbarin, die den attraktiven Witwer wie ein hungriger Hai umkreist. Nein, Dougs Leben ist alles andere als perfekt – aber es hilft nichts: Er muss es wieder in den Griff bekommen …

Meine Meinung:

„Mein fast perfektes Leben“ war mein erstes Buch von Tropper obwohl „Zeit für Plan B“ schon seit einer Weile bei mir im Regal steht und ich bin total begeistert von seinem Schreibstil!

Obwohl es sich eigentlich um ein ernstes und sehr tragisches Thema handelt, verpackt der Autor die Geschichte in eine teilweise amüsante Ironie, die das Lesen zu einem besonderen Ereignis macht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte lässt sich in einem Rutsch lesen.

Der Haupthandlungsstrang spielt in der Gegenwart während sich der Protagonist immer wieder an die vergangene Zeit mit seiner Frau erinnert und sie so lebendinger werden lässt als manch anderen Charakter. Hailey ist eine der Protagonistinnen der Geschichte obwohl sie lediglich durch Doug ein Gesicht bzw. eine Stimme erhält.

Generell sind die Charaktere sehr gut gestaltet. Sie erwachen nach kurzer Zeit zum Leben ohne sie lange beschrieben zu haben. Gerade die Empfindungen von Doug können all jene nachvollziehen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Auf mich wirkt er authetisch und greifbar.

Die Nebencharaktere sind so verschieden wie sie zahlreich sind. Jede Persönlickeit schillert in einer anderen Farbe und bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln.

Allerdings hat mir persönlich der letzte Funke gefehlt um 100 % überzeugt zu sein. Vielleicht lag es an der Geschwindigkeit der Geschichte.  Der Leser steigt 1 Jahr nach Haileys Tod ein und „verpasst“ so einige Stationen der Trauer. Von daher wirkt es auf mich ein wenig schnell wenn Doug sich nun wieder auf die Suche nach einer neuen Partnerin begibt.

Der Erzählstil ist trotz allem spannend gehalten und man möchte immer weiter lesen und herausfinden ob Doug endlich wieder glücklich sein kann. Ich war schon ein wenig traurig, als die Geschichte dann vorbei war.

Wer eine schicksalhafte, lustige und traurige Begegnung mit dem Leben haben und dabei von einigen tollen Charakteren begleitet werden möchte, der ist hier genau richtig.

Bewertung: 4,5/5 Sterne