[Rezension] Katharina Münk „Die Eisläuferin“

Grunddaten:

Autor: Katharina Münk

Titel: Die Eisläuferin

Taschenbuch: 256 Seiten

ISBN: 978-3423214155

Verlag: dtv

 

Klappentext:

Während ihrer Urlaubsreise mit der Transsibirischen Eisenbahn kommt der Regierungschefin einer westlichen Industrienation das Gedächtnis abhanden. In Omsk fällt ihr ein Bahnhofsschild aufs Haupt und stiehlt ihr zwanzig Jahre ihres Lebens und jeden Tag aufs Neue ihre Erinnerungen. Mangels alternativer Kandidaten erfährt die Öffentlichkeit nichts davon. Tag für Tag wird die Chefin von ihrem engsten Mitarbeiterkreis neu »auf Schiene« gesetzt – allerdings mit einigen Nebenwirkungen: Sie regiert plötzlich, als gäbe es kein Morgen, spontan, unvoreingenommen, ja geradezu leidenschaftlich. Und auf der Suche nach ihrem Gedächtnis kennt sie kein Pardon ..

Meine Meinung:

Die Grundidee der Geschichte hat mich sehr interessiert und ich dachte, dass es mal ein neues, spannendes Thema wäre. Leider hat mich das Buch wirklich sehr enttäuscht.

Der Spannungbogen ist einfach nicht vorhanden. Die Geschichte fährt auf der Nulllinie eines Herzmonitors entlang wo der Puls nicht erkennbar ist. Auch die Sprache ist für die Spannung nicht förderlich. Die Protagonistin sinniert über ihr Leben und die Handlung ist so gut wie nicht vorhanden.

Die Charaktere sind blass und unerreichbar. Sie haben nicht mal Namen und werden nur mit „die Regierungschefin“ oder „ihr Mann“ bezeichnet. Das schafft für den Leser eine Distanz, die für mich einfach nicht zu überwinden war.

Die zweite Hälfte des Buches habe ich dann auch nur noch quer gelesen. Das Ende ist wenig überraschend und vorausschaubar.

Vielleicht war ich auch einfach nicht die passende Leserin für das Buch, aber ich bin wirklich sehr enttäuscht. Den einzigen Stern vergebe ich für die Grundidee, die ich klasse finde, an deren Umsetzung es aber gescheitert ist.

Bewertung: 1/5 Sterne