[Rezension] Marc Elsberg „Blackout – Morgen ist es zu spät“

Grunddaten:

Autor: Marc Elsberg

Titel: Blackout

Hardcover: 800 Seiten

ISBN: 978-3-7645-0445-8

Verlag: Blanvalet

 

Klappentext:

Ist Fortschritt ein Rückschritt? – Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft …

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Meine Meinung:

Nachdem ich nun schon so viele positive Meinung über das Buch gelesen/gehört habe, musste ich es natürlich auch unbedingt lesen. Die Seitenzahl von 800 hat mich zwar ein wenig abgeschreckt, aber ich muss wirklich sagen, dass es jede Seite wert ist gelesen zu werden! Mich konnte das Buch absolut überzeugen. Aber nun im Detail:

Das Buch ist in in die Tage beginnend ab dem Blackout eingeteilt. Innerhalb der Tage wechselt das Geschehen dann zwischen verschiedenen Städten hin und her, welche als Überschriften verwendet werden. So weiß der Leser dann immer gleich wo er sich befindet bzw. um welche Charaktere es sich handelt. So hat mir das Lesen besonders Spaß gemacht weil für mich eine sinnvolle Einteilung wichtig ist.

Ich behaupte jetzt mal, dass Piero der Hauptcharakter des Buches ist. Auch wenn die Geschichte in der Er-Perspektive erzählt wird, so hat man doch den Eindruck alles aus seiner Sicht zu erleben. Der arme Kerl muss wirklich eine Menge durchmachen und daher gewinnt er bei mir große Sympathiepunkte. Generell gefallen mir die Hauptcharaktere sehr gut. Sie begleiten den Leser auf der Reise durch das Buch und gestalten das Lesen sehr angenehm. Sie sind sowol vielschichtig als auch verschieden, so kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, weil man immer wieder neue Facetten entdeckt.

Die Spannungskurve liegt durchgängig im oberen Bereich. Jetzt nach dem Lesen frage ich mich ernsthaft, wo die 800 Seiten geblieben sind. Das Buch ist ein wirklicher Pageturner, weil eine Katastrophe nach der anderen geschieht. So lange man gemütlich auf der Couch liegt und Strom, Wasserversorgung und Lebensmittel für einen das Normalste der Welt sind, muss man zwischendurch doch einige Male stark darüber nachdenken, was für einen Luxus man genießt. Auch wenn die Geschichte reine Fiktion ist, hat mich das Thema das sehr, sehr nachdenklich gestimmt. Das Buch ist absolut authentisch und man hat das Gefühl Marc Elsberg hat die Zukunft schon gesehen.

Meinen großen Respekt hat der Autor aufgrund der Recherchearbeit verdient. Auch wenn ich von IT / Computern keine große Ahnung habe, habe ich im ganzen Buch nicht eine Stelle entdeckt, die irgendwie unglaubwürdig erscheint.

Wer sich auf die Reise in eine düstere Zukunftsvision begeben und wach gerüttelt werden möchte, ist hier genau richtig. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Bewertung: 5/5 Sterne